Qualitative Forschung - im Speziellen die Methode der "Teilnehmenden Beobachtung" - ist ein geeigneter Zugang um Alltagswelten komplex zu erfassen und daraus wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Sie ist überall dort sinnvoll,

  • wo die Sichtweise von Betroffenen besser verstanden werden will
  • wo nicht nur formale sondern auch informelle Abläufe und Interaktionen von Bedeutung sind
  • wo die Komplexität eines Geschehens, einer Themenstellung aufbereitet werden soll
  • wo Lösungen willkommen sind, die Vielschichtigkeit und Nachhaltigkeit beinhalten
  • wo es darum geht, "maßgeschneiderte" und flexible Lösungen für ein Problem oder Umstrukturierungen zu finden
  • wo Marktanalysen mehr als eine Befragung und/oder Statistiken benötigen

 

Wissenschaftliche Forschung muss nicht "viel Papier" produzieren, sondern kann auch sehr anwendungsorientiert sein. Überzeugen Sie sich!

Gerne unterstütze ich Sie dabei Ihr Projekt mit primär qualitativen Methoden der Kultur- & Sozialanthropologie zum Erfolg zu führen. Die Themenbereiche können sowohl wirtschaftliche, gesellschaftliche, sozialpolitische aber auch gesundheits-, produkt-, branchen-, bildungs- oder migrationsspezifisch sein.

 


 

 

Meine Forschung beschäftigt sich mit dem Thema "Subjektivität, Selbstreflexion und Selbstfürsorge im Feldforschungsprozess" .

Dazu biete ich die "Personale Feld-Reflexion" an.

Phänomenologisch betrachtet, ist der Dialog im Feld nicht nur eine Begegnung mit der Welt, sondern beinhaltet immer auch den Dialog mit und in uns selbst. Innen- und Außendialog stellen somit ein Kontinuum dar. Selbstwahrnehmung ermöglicht im Prozess der Feldforschung den inneren Dialog, implizites Wissen und eigene Wertbezüge zu erhellen, um daraus explizites Wissen und Fragestellungen für die Forschung zu generieren. Gefühle, Empfindungen, Emotionen, Intuition, Gespür und Gedanken sind dabei von Bedeutung. Irritierende, berührende, belastende oder befremdliche Wahrnehmungen sind genauso leitend, wie angenehme.

"Personale Feld-Reflexion" ist eine Form des phänomenologischen Coachings, Trainings oder der Feldforschungsbegleitung für StudentInnen/DissertantInnen und KollegInnenen der qualitativen Forschung  mit dem Ziel, die eigenen Affekte und Emotionen zu explorieren und als Daten in den Analyseprozess produktiv miteinzubeziehen. Hierbei ist der Umgang und das Verstehen für die eigenen Affekte, Gefühle und Emotionen zentral. Im Training ist vor allem auch das Thema der Selbstfürsorge wichtig, da es auch methodologisch die Voraussetzung für ein emotionales Offensein-können im Feld ist.

Bei Interesse und Fragen bitte ich um Kontaktaufnahme. Vertiefender Artikel dazu siehe -  "Ausgewählte Texte".

Poster zur Dissertation siehe nachstehend im Download: The field: An emotional affair. Inner dialogue & self-reflection in-action - Resources for qualitative research - 6/2013




(2017) Selbstfürsorge und Selbstreflexion in der Feldforschung. Dissertation. Universität Wien.

Zusammenfassung: Mit der Integration subjektiver Fähigkeiten der/des ForscherIn im Feldforschungsprozess ergeben sich nicht nur Ressourcen für die Gewinnung empirischer Daten, sondern auch Problemstellungen im Umgang mit Emotionen und Selbstreflexion. Anhand des Qualitätskriteriums der Offenheit, als ein sowohl emotionaler als auch kognitiver Prozess gesehen, wird in einem deduktiv theoretischen Ansatz ein Weg der Integration von Emotionen im Rahmen des inter- und intrapsychischen Wahrnehmungsfeldes der/des FeldforscherIn erarbeitet. Der theoretisch erarbeitete und vorgestellte phänomenologische Zugang hat zum Ziel, sowohl die Person der/des ForscherIn im Feld zu stärken als auch die Einhaltung der Gütekriterien qualitativer Forschung zu gewährleisten. Dabei sind Selbstfürsorge und Selbstreflexion zwei wesentliche Indikatoren, die es schon im Feld selbstverantwortlich und selbstregulativ umzusetzen gilt. Zwei zentrale Modelle der Existenzanalyse – das Prozessmodell der Personalen Existenzanalyse (PEA) zur Bearbeitung der Psychodynamik und das Strukturmodell der Existentiellen Grundmotivationen (GM) – werden für die Feldforschung, im Kontext von Selbstfürsorge und Selbstreflexion, adaptiert. Die daraus entwickelte Personale Feld-Reflexion (PFR) dient der methodischen Begleitung der Wahrnehmungsverarbeitung der/des ForscherIn im Feld. 

Abstract: The integration of subjective skills of the researcher in the process of field research results not only in the acquisition of empirical data, but also in dealing with emotions and self-reflection. On the basis of the quality criterion of openness a deductivetheoretical approach is developed, stressing a way of integrating emotions within the framework of the inter- and intrapsychic field of perception of the field researcher. This phenomenological access aims to strengthen the person of the researcher in the field as well as to ensure adherence to the quality criteria of qualitative research. Self-care and selfreflection are two important indicators for it, which have to be conducted in the field in a self-regulative and self-responsible manner. Two central models of the Existential Analysis – the process model of the Personal Existential Analysis (PEA) for the purpose of focussing on psychodynamics and the structural model of Existential Fundamental Motivations (GM) – are adapted for the field research in context of self-care and self-reflection. The resulting Personal Field Reflection (PFR) serves a methodical guidance of the field researcher’s process of perception.
 


 



Weitere Projekte:

 OÖ Stammtisch der Kultur- & SozialanthropologInnen - http://www.feldforschung.at - seit 2006



Medizinanthropologische, autoethnographische Forschung zum Thema "Lipödem - Lipohyperplasia dolorosa" seit Juni 2014



Arbeitsgemeinschaft für Medizinanthropologie und Psychotherapie http://www.psynthropos.at - seit Februar 2015



Arbeitsgemeinschaft Hautbilder /Skin Studies

https://skinstudies.wordpress.com/



Projektbegleitung des Pflegeportals: www.pflege.at




Poster zur Dissertation (2013):





Dr. Marion Linska MSc - Psychotherapeutin, Coach, Supervisorin, Kultur- und Sozialanthropologin - Honauerstraße 14, 4020 Linz - http://www.linska.net